Volles Haus: Über 500 Schüler plus etliche Erwachsene füllten Wiesentaler Wagbachhalle Waghäusel (ber). Die Botschaft, eingepackt in eine knapp 90-minütige Comedy-Show speziell für Schulen: Konzentriert euch auf euere Stärken und nutzt sie. Nur so werdet ihr erfolgreich sein – wenn ihr bereit seid, den Einsatz zu erhöhen.“ Zum ersten Mal in der Region kam „Comedy macht Schule“ zu den Schülern der Schiller-und der Bolandenschule. Zu den Gästen in der Wagbachhalle gehörten gut 500 Jugendliche und etwa 30 Erwachsene.



Erst die Botschaft, dann das Ziel: Die jungen Menschen sollen die zentralen Aussagen noch eine Weile im Kopf behalten, darüber nachdenken – und sie schließlich umsetzen. Etwa zwei Dutzend Herkunftsländer meldeten sich, als die hessisch-badische Comedy-Mehrzweckwaffe Osman Citir eine Rundumfrage startet. Der Nachname Citir heißt zu Deutsch „knusprig“. Und knusprig, delikat und vielseitig fiel die Palette der servierten Köstlichkeiten aus.

Das junge Publikum, das nach Foto-aufnahmen und Autogrammstunde als Fangemeinde die Halle verließ, erlebte einen Hochgenuss. Mit seinen lässig dahin geworfenen Formulierungen und Pointen trifft er mitten ins Bull der Dartscheibe. Was er weiß, kommt mitten aus dem Leben. Die Kids kichern, lachen, biegen sich, gil-fen, klatschten, jubelten. Auf alle Fälle ist das viel schöner als Unterricht. Den prominenten Gast hatte der Integrationsverein Waghäusel besorgt: Osman gilt als einer der talentiertesten Newcomer der deutschen Comedy-Szene. Der 30-Jährige, der selbst Vorsitzender eines Integrati-onsvereins ist, pflegt seit Jahren die Verbindungen zum starken Truppe um Ebru Baz, die zusammen mit Rektor Günther Matjeka den Künstler und sein Programm vor-stellte.

Als Sohn einer türkischen Gastarbeiterfamilie ist der smarte Citir in Deutschland aufgewachsen. Aber gerade diesen Umstand nutzt er, um seine Zuschauer in eine Welt mit lustigen Erlebnissen und Abenteuer zu entführen. Doch auch persönliche Schicksale, so die Krebserkrankung seines Bruders, lässt er nicht aus. Der junge Mann, der authentisch und herzlich rüberkommt, hat sich bewusst junge Leute vorgenommen. Warum? „Viele Schüler sind demotiviert. Da muss man was tun.“ Die Identifikationsfigur ist inzwischen bekannt durch Fernsehauftritte im WDR, RTL und RTL 2.

In der „Hammer-Show“, wie sie ein paar Jugendliche bezeichnen, erfahren die Mädchen und Jungs seine wichtige Message: „Wenn du es willst, kannst du es schaffen. Es liegt an dir, ob es gelingt. Jeder muss aus Fehlern lernen. Ihr dürft niemals aufgeben.“ Der Birkenauer erzählt aus seinem Leben, aus der Jugendzeit, Schulzeit, über seine Ausbildung und seine Berufsjahre. Durch Fleiß, Ehrgeiz, persönlichen Einsatz und den Glauben an sich selbst ist er einen erfolgreichen Weg gegangen: bis zur Verwirklichung seines Lebenstraumes.

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