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Mitbürger aus 87 Nationen leben inzwischen in Waghäusel / Neujahrsempfang des Integrationsvereins Waghäusel mit viel Prominenz - 14. Januar 2014

Zu einer Art Aushängeschild für die Stadt und für die Region ist inzwischen der Integrationsverein DIF Waghäusel geworden. Mit rund 250 Gästen rückt der jährliche Neujahrsempfang zahlenmäßig in die Nähe einer kommunalen Veranstaltung. Inzwischen kommt immer mehr Prominenz, die den Avantgardisten die Reverenz erweist: Erstmals machten die geballte Wirtschaftskraft der deutsch-türkischen Unternehmer mit Vorstandsvorsitzenden Zeynep Dogrucan an der Spitze und die Generalkonsulin der Republik Türkei, Mebsure Taskin, ihre Aufwartung. Mit ihrer Teilnahme signalisierten OB und MdL Walter Heiler, MdB Olav Gutting, Polizeivizepräsident Roland Lay, die Bürgermeister Nicola Bodner und Thomas Deuschle, Bürgermeister a.D. Robert Straub, Olcayto Dingersu, Landesbeauftragter für Interkulturellen Dialog, und weitere Vertreter des öffentlichen Lebens ihre Verbundenheit. Mit dabei war auch Comedian-Star Osman Citir.

Viel Lob gab es vom Stadtoberhaupt, der die Zahl der Aktivitäten „beeindruckend“ nannte und dem Verein („Auf ihn bin ich stolz“) eine vorbildliche Arbeit attestierte. Sein Hinweis: In Waghäusel leben Menschen aus 87 Nationen. Rund ein Viertel aller Bürger in der Kommune und im Südwesten haben einen Migra-tionshintergrund. In seinem Grußwort appellierte Heiler an die Verantwortlichen, beim Thema Asyl vertrauensvoll zusammenzuarbeiten. Auch Waghäusel könne und sollte die „Charta der Vielfalt“ mit unterzeichnen, bat Nejdet Niflioğlu, Diversity Manager bei der Daimler AG, der die Neujahrsansprache hielt und wirtschaftspolitische Blickpunkte setzte. Von Anfang an gehört er dem Nationalen Integrationsgipfel der Bundesregierung an. Die Charta ist eine deutsche Unternehmensinitiative, die sich für die Förderung und Wertschätzung aller Mitarbeiter verwendet. Dabei sollen die Verschiedenheit der Beschäftigten, ihre Vielfalt bezüglich ethnischer Herkunft, Geschlecht sowie sexuelle und weltanschauliche Orientierung zum Bestandteil der Personalstrategie und zur Organisationsentwicklung gemacht werden.

Mit dem Kennenlern-Neujahrsempfang wolle der Integrationsverein aus erster Hand informieren und nachweisen, dass Integrationsbemühungen durchaus Erfolge haben können, betonte die Vorsitzende, Stadträtin Ebru Baz. Mit Hilfe einer Powerpoint-Präsentation stellte der stark frauendominierte Verein die Aktionen und Initiativen vor: mehr als 20 im Jahr 2013. Das Zwei-Stunden-Programm bereicherte die „Orientalische Musikakademie“ mit der begnadeten Sängerin Serap Giritli.

Hier der Originalbericht

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