Donnerstag, September 23, 2021

Christen und Muslime beten für den gemeinsamen Frieden KW 28/2021

                                                               Hier ist Freundschaft und nicht Feindschaft angesagt. Eine solche inzwischen dauerhaft erfolgreiche Initiative soll es, wie Insider glauben, nur in Oberhausen-Rheinhausen geben: In der Pfarrkirche St. Philippus und Jakobus treffen sich Christen und Muslime, beten gemeinsam, sitzen nebeneinander, singen – wenn auch mit Mundschutz - zusammen, geben sich Zeichen des Friedens: „Selamünaleyküm“ oder „Der Friede sei mit dir“.

Das gemeinsame einstündige Friedensgebet von Christen und Muslimen, das seit etwa 20 Jahren zustande kommt, hatte schon zwei Mal coronabedingt ausfallen müssen. „Endlich gibt es ein Wiedersehen, die Wiederaufnahme einer guten Gepflogenheit“, hieß es unter den rund 80 Teilnehmern.

Ein seltenes Bild: Vor dem Hochaltar mit dem großen Wandbild des auferstandenen Christus steht Dialogbeauftragte Derya Sahan von Ditib, der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion, und rezitiert in arabischer Sprache die „Sura 1 al-Fatiha“: Im Namen Allahs, des Allerbarmers“. Immer wieder kommt zum Ausdruck, dass Gott die Gläubigen dazu aufruft, in Liebe und Achtung miteinander umzugehen.

Die Muslime bitten Allah um Frieden, die Christen wenden sich mit demselben Anliegen an ihren dreieinigen Gott. Zu den Versammelten gehören Frauen und Männer nicht nur aus der Pfarrgemeinde, es sind Katholiken, Protestanten und Muslime, Vertreter und Freunde der Katholischen Arbeitnehmer, des „Ökumenische Friedensgebetskreises“, der Ditib-Fatih-Moschee Wiesental und des Integrationsvereins Waghäusel.

In ihren Ansprachen wiesen Dr. Inge vom Brocken als Sprecherin der Ökumene, Theologin Jutta Weinmann, KAB-Ehrenvorsitzende Monika Becker und Derya Sahan von der Moschee auch auf die religionsübergreifenden Gemeinsamkeiten hin. Es liege an den Menschen, dem Frieden und auch der Gerechtigkeit auf der Welt breiten Raum zu schaffen.

In mehreren Liedern baten die Teilnehmer, wie es in einem der Texte hieß: „Gib uns Frieden jeden Tag.“

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